CO2-Grenzwerte für Kleinlaster bleiben klimaschädlich
Dienstag, 29. Juni 2010
Nach dem Votum des Industrieausschusses des Europäischen Parlaments sollen die Grenzwerte für den CO2-Ausstoß leichter Nutzfahrzeuge weniger streng ausfallen als bisher vorgesehen und später eingeführt werden.
Bis zum Jahr 2020 soll die Höchstmenge an Emissionen stufenweise auf 150 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer gesenkt werden. Die erste Stufe mit 175 g/km soll erst 2015 in Kraft treten. Die EU-Kommission hatte vergangenes Jahr vorgeschlagen, dass Kleinlaster und Transporter bereits ab 2014 nur noch 175 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen. 2020 sollte der Grenzwert dann auf 135 Gramm gesenkt und Verstöße mit 120 Euro pro Gramm geahndet werden. Die Vorlage des CDU-Abgeordneten Werner Langen sieht als Bußgeld nur noch 95 Euro vor.
Kritik kam von der Vorsitzenden der Grünen/EFA Fraktion Rebecca Harms. Die Abgeordneten des Industrieausschusses hätten mal wieder gezeigt, dass sie sich weigern, aus Wirtschafts-, Klima- und Ölkrise zu lernen. Eine ambitionierte Regulierung des Spritverbrauchs von Fahrzeugen helfe nicht nur dem Klima, sondern auch der Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller und den Verbrauchern, sagte Harms. Sie will im September im federführenden Umweltausschuss wieder strengere Regeln einbringen, bevor das Parlamentsplenum über die Verordnung entscheidet. [mbu]
EU-Kommission zur CO2-Reduzierung leichter Nutzfahrzeuge
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Rebecca Harms




