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Kein Freifahrtschein für Riesen-LKWs

Grenzüberschreitende Fahrten von überlangen LKWs mit einem Gewicht von bis zu 60 Tonnen bleiben in Europa verboten. Das haben die EU-VerkehrsministerInnen heute entschieden.

Stattdessen wollen die MinisterInnen die Sicherheit und Aerodynamik von LKWs verbessern, ohne jedoch deren Laderaum zu vergrößern. „Wir sind erleichtert über die Entscheidung der europäischen Verkehrsminister“, sagte der Koordinator des EU-weiten Bündnisses „No Mega Trucks“, Martin Roggermann laut der Allianz Pro Schiene, einem Bündnis aus verkehrs- und umweltpolitischen Verbänden. Umweltverbände kritisieren die sogenannten Gigaliner wegen ihrer negativen Umweltauswirkungen. So würde durch den zusätzlichen Verkehr der CO2-Ausstoß deutlich steigen und Transporte von umweltfreundlicheren Verkehrsträgern wie der Bahn oder dem Schiff wieder auf die Straße verlagert. Außerdem entstünden durch die schweren LKWs Risse in den Fahrbahnen, was zu erhöhten Kosten für die Verkehrsinfrastruktur führe.

In Deutschland läuft derzeit ein umstrittener Test der Riesen-Lkws. In Sieben Bundesländern wird durch eine Verordnung des Bundesverkehrsministeriums bis 2016 erprobt, ob Straßen mit Gigalinern effizienter genutzt und Emissionen vermieden werden können. Im August 2012 hatten die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein gegen diesen Testlauf beim Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht, da er ohne Zustimmung des Bundesrates verordnet worden ist. Am Mittwoch letzter Woche gab das Gericht bekannt, die Verordnung sei trotzdem rechtens. Testweise rollen Riesen-LKWs also weiter, auch in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. [ej]


Mitteilung der Allianz Pro Schiene

No Mega Trucks

Mitteilung des Bundesverfassungsgerichts