Höchstwerte für Pestizidrückstände werden europaweit gesenkt
Mittwoch, 09. Juni 2010
Seit dem 7. Juni werden über tausend Höchstgehalte für Pestizidrückstände in Lebensmitteln verschärft.
Diese Höchstmengen sind in der EU durch eine Verordnung aus dem Jahr 2005 geregelt. Das Pestizidid-Aktions-Netzwerk (PAN Germany) und Greenpeace hatten mehrmals nachgewiesen, dass die EU-weit geltenden Höchstmengen vor allem für Kinder eine Gesundheitsgefahr bedeuteten. Beispielsweise führt der Grenzwert von fünf mg/kg des fortpflanzungsschädigenden Procymidon in Tafeltrauben zu einer Überschreitung der Grenze für das akzeptierbare Risiko um das Dreißigfache. Die Umweltorganisationen bezeichneten die Senkung der Obergrenzen als wichtigen Schritt für einen besseren Schutz der Verbraucher.
Nach zahlreichen Studien gab auch die europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) zu, dass viele Rückstandshöchstgehalte gesundheitlich bedenklich seien. Die Absenkung dieser Höchstgehalte wurde daraufhin in einer Verordnung beschlossen, die jetzt rechtskräftig wird. Für Procymidon beispielsweise werden anstatt 5 nur noch 0,02 mg/kg Rückstand im Obst erlaubt sein. [mbu]




