13 EU-Mitgliedstaaten pferchen Legehennen rechtswidrig ein
Donnerstag, 02. Februar 2012
Die EU-Kommission hat 13 Mitgliedstaaten aufgefordert, die Legehennen-Richtlinie umzusetzen. Seit Anfang 2012 gilt die bereits 1999 erlassene EU-Vorschrift, die Hühnern zumindest etwas mehr Platz verschaffen soll.
Trotz 12-jähriger Übergangsfrist ignoriert fast die Hälfte der Mitgliedstaaten das Verbot von sogenannten "nicht ausgestalteten" Käfigen.
Die Europäische Kommission hat letzte Woche Belgien, Bulgarien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Ungarn, die Niederlande, Polen, Portugal und Rumänien mit einem Fristsetzungsschreiben dazu aufgefordert, die ab dem 1. Januar gültige Legehennen-Richtlinie umzusetzen. Die Staaten haben die Richtlinie trotz wiederholter Aufforderungen durch die EU-Kommission bisher noch nicht umgesetzt.
Die Staaten haben jetzt zwei Monate Zeit, sich im Rahmen des EU-Vertragsverletzungsverfahrens zu den Fristsetzungsschreiben zu äußern. Falls sie "nicht zufriedenstellend reagieren", wird die Kommission anschließend eine "mit Gründen versehene Stellungnahme" übersenden und die Staaten auffordern, innerhalb von zwei Monaten die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Richtlinie umzusetzen.
Das Verbot von "nicht ausgestalteten" Käfigen war bereits im Jahr 1999 erlassen worden, jedoch mit einer Übergangsfrist von 12 Jahren, die jetzt abgelaufen ist. Ab sofort sind nur mehr sogenannte "ausgestaltete" Käfige erlaubt, diese müssen jeder Henne mindestens 750 cm2 Käfigfläche, ein Legenest, Einstreu, Sitzstangen und Vorrichtungen zum Kürzen der Krallen bieten. [UWD]
EU-Kommission Pressemitteilung




