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Grünes Licht für sechs Genmaissorten auf dem EU-Markt?

Möglicherweise wird die EU-Kommission Anfang Juli mehrere gentechnisch veränderte Maissorten für den Anbau genehmigen. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA erklärte diese Sorten für unbedenklich. Wenn die EU-Umweltminister am 11. Juni dem Recht auf nationale Anbauverbote zustimmen, könnten die Pläne gestoppt werden.

Unter anderem geht es um die Wiederzulassung von MON810, weitere Anträge liegen vor für: BT11, 1507, NK603, GA21 und MON88017. Besonders umstritten sind Maissorten, die gleichzeitig gegen Insekten und Herbizide, zum Beispiel Glyphosat resistent sind. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen im EU-Parlament Martin Häusling bezeichnete die geplanten Zulassungen als "ein nicht kalkulierbares Risiko für Mensch und Umwelt".

Studien hätten gezeigt, dass etwa im Fall von NK603 die von Monsanto vorgelegten Tests an Ratten fehlerhaft waren. Im Fall von MON88017 habe sogar die EFSA selbst davon gesprochen, dass diese Maissorte zu einer Verarmung der Biodiversität auf den Feldern führt. Häusling findet es daher unverständlich, dass die Kommission die Einführung dieses Maistyps in Europa erwägt.

Friends of the Earth Europe (FoEE) hoffen nun auf das Treffen der EU-Umweltminister am 11. Juni. Sollten diese sich auf das Recht der Mitgliedstaaten einigen, Anbauverbote für Genpflanzen zu erlassen, könnten sich die Zulassungsverfahren verzögern. [mbu]


Grüne im Europäischen Parlament

FoEE