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EU-Kommission plant neue Risikobewertung für Genpflanzen

Das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech hat die die Vorschläge der Europäischen Kommission zur EU-weiten Bewertung der Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen als nicht ausreichend kritisiert.

Seit dem 25. Januar ist der Kommissionsentwurf veröffentlicht. Die neuen EU-Vorschriften beziehen sich auf die Zulassung der Pflanzen in Lebens- und Futtermitteln. Wenn die EU-Mitgliedsländer die Vorschläge annehmen, gäbe es zum ersten Mal rechtlich verbindliche Standards in der EU, nach denen die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA prüfen müsste.

Aus Sicht von Testbiotech kann mit den vorgeschlagenen Änderungen eine Gefährdung von Mensch und Umwelt nicht ausgeschlossen werden. Zwar zeigten die geplanten neuen Anforderungen der EU, dass die bisherige Risikobewertung durch die EFSA ungenügend sei, sagte Christoph Then von Testbiotech. Aber mit den neuen Vorschläge würden die Zulassungen nur beschleunigt, die Anforderungen der EU-Rahmenrichtlinien für den Schutz der Umwelt und Verbraucher würdennicht erfüllt, so Then.

Testbiotech fordert unter anderem eine umfassende Risikobewertung statt der vergleichenden Risikoprüfung. An der Finanzierung sollte sich die Industrie beteiligen, indem sie in einen Fonds zur Förderung einer unabhängigen Prüfung einzahlt.[mbu]


Testbiotech zu Risikobewertung von Genpflanzen

Vorschlag der EU-Kommission zur Risikobewertung von Genpflanzen