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Deutschland plant Ende der Subventionen für EU-Agrarprodukte

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner will sich in Brüssel dafür einsetzen, dass die Zuschüsse für die Ausfuhr von Agrarprodukten aus der Europäischen Union gestrichen werden. Das meldete Spiegel online am Wochenende. 

Bisher war die Bundesregierung dafür, den Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der EU zum Beispiel nach Asien oder Afrika finanziell zu unterstüzten, damit die Preise dem Weltmarktniveau angepasst werden. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen hatten dies kritisiert, weil Bauern in den meist ärmeren Ländern oft nicht mit Billigprodukten aus der EU konkurrieren können.

2011 flossen nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums 164 Millionen Euro aus dem EU-Agrarbudget in die Subventionierung von Agrarexporten. Von dem Geldsegen aus dem Brüsseler Agrartopf profitieren aber nicht nur Landwirte, sondern auch Großkonzerne wie Nestlé oder Müller-Milch. Durch die Subventionen konnten diese Firmen die relativ teuren Produkte europäischer Bauern dennoch günstig auf dem Weltmarkt verkaufen. Die Subventionen sind seit Langem umstritten und stehen bei der laufenden Reform der EU-Agrarpolitik auf dem Prüfstand. [mbu]


Bundeslandwirtschaftsministerium

EU-Agrarpolitik ab 2014