Karte der EU
 
 

UN-Klimaverhandlungen: Rückschritte auf Vorbereitungstreffen in Bonn

Die fünftägigen UN-Klimagespräche Anfang August in Bonn verliefen weitgehend ohne Ergebnisse. Unklarheit besteht weiterhin bei der Frage der Minderung von Treibhausgasen und der Ausgestaltung eines künftigen globalen Abkommens.

Umweltverbände zeigten sich enttäuscht: „Die Häufung von Wetterextremen mit Überschwemmungen in Pakistan, extremer Hitze und Waldbränden in Russland sowie großen Dürren und Überschwemmungen in China zeigt, wie dringlich entschiedenes Handeln ist“, kritisierete Christoph Bals von der Umwelt- und entwicklugnsorganisation Germanwatch.

Das Treffen in Bonn diente der Vorbereitung des nächsten Klimagipfels Ende des Jahres im mexikanischen Cancún. Nach Angaben der neuen Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, ist geplant, dass in Mexiko erste Arbeitspakete in den Bereichen Waldschutz, Anpassung an den Klimawandel, Technologietransfair an Entwicklugnsländer und Finanzhilfen beschlossen  werden. Den Verhandlern soll darüber hinaus ein Mandat erteilt werden, damit sie 2011 in Südafrika ein Gesamtabkommen mit rechtlich verbindlichen Klima- und Finanzzielen für Industrieländer und verbindlichen Aktionsplänen für Schwellenländer abschließen können. „Dieser Zeitplan ist in Frage gestellt, wenn ab jetzt nicht wesentlich konstruktiver verhandelt wird“, sagte Christoph Bals nach den Verhandlungen in Bonn.

Im Oktober findet noch ein letztes Vorbereitungstreffen im chinesischen Tianjin statt. [mv]

Kontakt:Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer, Germanwatch,  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.germanwatch.org