Luftverschmutzung in der EU kostet 169 Milliarden Euro
Donnerstag, 01. Dezember 2011
Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat eine Studie zur Luftverschmutzung durch die Industrie im Jahr 2009 in Europa veröffentlicht.
Aus der Studie geht hervor, dass die Luftverschmutzung aus Industriebetrieben jeden EU-Bürger jährlich etwa 200 bis 330 Euro kostet. Für Europa insgesamt liegen die Kosten für die Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt zwischen 102 und 169 Milliarden Euro. Drei Viertel der Gesamtschadenskosten gehen auf nur sechs Prozent der 10.000 schädlichsten Unternehmen zurück. Berücksichtigt wurden Großkraftwerke, Raffinerien, Produktionen, Ver-brennungsanlagen, Abfallverwertungsanlagen und Weiterverarbeitungsstätten. Nicht gezählt wurden der Verkehrssektor, Privathaushalte und die meisten landwirtschaftlichen Betriebe. Hätte man diese mit berechnet, wären die Kosten bedeutend höher.
In Deutschland stehen fünf der zehn schädlichsten Betriebe. Sie befinden sich in Jänschwalde, Bergheim, Eschweiler und Grevenbroich. Somit ist Deutschland auch das am stärksten belastete Land innerhalb der EU gefolgt von Polen, Großbritannien, Frankreich und Italien. Das Ranking enthält jedoch nicht den Faktor Produktivität. Würde man die Verschmutzung mit der Produktivität der Betriebe ins Verhältnis setzen, würden Länder wie Bulgarien, Rumänien, Estland, Polen und Tschechien weitaus schlechter abschneiden alsDeutschland.
Kohlendioxidemissionen sind hauptsächlich verantwortlich für die Verschmutzung und somit für die Gesamtschadenskosten. Weitere Kosten entstehen durch Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid, Ammoniak, Feinstaub und Stickstoffoxide. [tg]




