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Ozonschicht weiter in Gefahr - Finanzierung bis 2014 steht aber

Rund 500 Delegierte haben sich im indonesischen Bali getroffen, um über den Schutz der Ozonschicht zu diskutieren. Vom 21. bis 25. November tagte dort die 9. Vertragsstaatenkonferenz des Wiener Übereinkommens und des Montrealer Protokolls. Unter anderem ging es um die finanzielle Wiederauffüllung des multilateralen Fonds (MLF).

Die Vertragsstaaten genehmigten das Budget für den MLF für die nächsten drei Jahre und beschlossen die Wiederauffüllung. Außerdem wurden neue Einzahlungen beschlossen, die 450 Millionen US-Dollar bis die Jahre 2012 bis 2014 betragen sollen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums ist Deutschland als drittgrößter Beitragszahler mit etwa acht Prozent an der Wiederauffüllung beteiligt. Dass der Fonds gut gefüllt ist, ist die Voraussetzung für unterstützende Zahlungen an Entwicklungsländer, damit diese aus der Produktion und Verwendung von ozonschichtgefährdenden Substanzen aussteigen können.

Die Vertragsstaaten forderten außerdem eine Überprüfung von möglichen "technisch ausgereiften, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen" Alternativen für teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW). Diese soll durch das Technical Evaluation and Assessment Panel (TEAP) erfolgen. Basis ist eine bereits mehrere Jahre anhaltende Debatte darüber, ob neben dem Ausstieg aus ozonschädigenden Substanzen (ODS) im Montrealer Protokoll auch der Klimaschutz eine Rolle spielen sollte, der Ausstieg aus ODS also gleichzeitig möglichst klimafreundlich erfolgen soll. Einige Vertragsstaaten lehnen verbindliche Regelungen hierzu ab.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) legte im Rahmen des Treffens eine neue Studie vor, bei der vor den Folgen der ansteigenden Verwendung von Hydrofluorcarbonat (HFC) gewarnt wird. Die oft als Alternative gepriesenen HFCs hätten ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Ozonschicht. Der UNEP-Bericht prognostiziert, dass HFCs bis zum Jahr 2050 für 3,5-8,8 Gigatonnen Kohlenstoffdioxidequivalente pro Jahr verantwortlich sein könnten und damit ähnlich klimaschädlich sein wie die vom Verkehr ausgestoßenen Emissionen. UNEP ewmpfiehlt eine Reihe von Alternativen. [jg]


Berichterstattung über die Konferenz durch das kanadische International Institute for Sustainable Development (IISD)

Offizielle UNEP-Seite zu Ozon

Pressemitteilung des BMU