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Verfahrensfehler bei der Zulassung von Pestiziden?

Das europäische Pesticide Action Network (PAN Europe) hat in einer Studie das Zulassungsverfahren für Pestizide scharf kritisiert. EU-Kommission und Mitgliedstaaten ließen unabhängige wissenschaftliche Risikoanalysen oft unter den Tisch fallen.

PAN Europe untersuchte die Zulassung von sieben Pestiziden und stellte fest, dass die Mitgliedstaaten zahlreiche Studien über die Giftigkeit der Pestizide aus administrativen Gründen nicht berücksichtigt hatten. Statt unabhängiger Studien würden stattdessen überwiegend Analysen zu Rate gezogen, die die Industrie in Auftrag gegeben hatte, so die NGO.

„Diese Praxis verstößt nicht gegen das EU-Recht, aber es entspricht mit Sicherheit nicht der Grundidee der Pestizidverordnung“, kommentierte PAN Europe. Die Pestizidverordnung sieht vor, dass alle wissenschaftlichen Publikationenin die Entscheidungsfindung einfließen sollen, die in Kreuzgutachten überprüft wurden. [dh]


PAN Europe-Studie (engl., PDF)