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Frankreich verbietet Bisphenol A in Lebensmittelbehältern

Ab 2015 dürfen Babyflaschen, Plastikgefäße oder Konservendosen auf dem französischen Markt nicht mehr die hormonell wirksame Chemikalie Bisphenol A (BPA) enthalten. Das beschlossen Mitte Dezember beide Kammern des Parlaments in Paris nach einer mehr als einjährigen Debatte.

Der Weichmacher BPA kommt in Produkten vor, die Polycarbonat enthalten, zum Beispiel in Behältern, die zur Verpackung und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln verwendet werden. Auch  für die Innenbeschichtung von Konservendosen oder Getränkebüchsen wird BPA eingesetzt. Über die Risikobewertung der Substanz streiten die Experten seit Langem.


So erklärte die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA die Aufnahme von 50 Mikrogramm BPA pro Kilo Körpergewicht für unbedenklich. Die französische Gesundheitsbehörde ANSES hingegen forderte im Herbst dieses Jahres die Europäische Chemikalienagentur ECHA auf, BPA als fortpflanzungsgefährdend Kategorie 1 einzustufen. Bisher gilt Kategorie 2: Verdacht auf Fortpflanzungsgefährdung. Der Antrag wird derzeit geprüft, voraussichtlich Anfang 2013 soll es eine dazu öffentliche Konsultation geben. [mbu]



Gesetzentwurf des französischen Parlaments zu BPA

ANSES