REACH-Liste um 20 Stoffe ergänzt - darunter erstes Umwelthormon
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Besonders besorgniserregende Substanzen sollen langfristig in einem Anhang der EU-Chemikalienverordnung REACH aufgenommen und damit strengen Prüfungs-, Zulassungs- oder Verbotsverfahren unterzogen werden. Die "Kandidatenliste" wurde nun um 20 Substanzen erweitert, darunter das bei der Herstllung von Fraben, Reifen und Klebstoffen verwendete Octyphenol.
Die Kandidatenliste für potenziell zu verbietende Stoffe im Anhang XIV der REACH-Verordnung enthält zurzeit 73 gefährliche Substanzen. Bis Ende 2012 sollen es laut Plan 136 werden. Die Stoffe werden durch die Mitgliedstaaten der EU vorgeschlagen und in einem Ausschuss diskutiert, bevor sie auf die Kandidatenliste kommen.
Das Umweltbundesamt (UBA) bezeichnete die Übernahmen von Octyphenol auf die Liste als "ersten Erfolg gegen hormonähnlichen Stoff". Außerdem wurden verschiedene Chrom- und Kobaltverbindungen und Trichlorethylen aufgenommen. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) will den derzeitigen Stand der Liste in der kommenden Woche veröffentlichen. [jg]
UBA-Pressemitteilung




