21.10.2008: EU-Fonds für die Umwelt
Wo gibt es EU-Geld für mich und meinen Verband? Was muss ich über die Struktur der EU-Förderung wissen, um starten zu können? Eintägiges Seminar für Umwelt-NGOs über EU-Fonds und -Förderprogramme für die Umwelt am 21. Oktober 2008 in Berlin.
80 Prozent aller Umweltgesetze werden in Brüssel gemacht - doch die Finanzierung der NGO-Arbeit wird immer noch hauptsächlich privat finanziert. Dabei gibt es auch Förderprojektmittel, die die EU für Umwelt- und Naturschutz, für die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen zur Verfügung stellt. Doch ist der Durchblick bei Fonds und Förderprogrammen nicht immer einfach. Deshalb bietet die EU-Koordination des Deutschen Naturschutzrings für Umwelt-NGOs einen eintägigen Workshop an, der sich genau damit beschäftigt. Verbindliche Anmeldung bis 10. Oktober erbeten!
Weiter Informationen gibt es in der Einladung (PDF).
Nachlese: Kurzbericht über den Workshop
80 Prozent aller Umweltgesetze werden in Brüssel gemacht - doch die Finanzierung der NGO-Arbeit in Deutschland wird immer noch hauptsächlich privat finanziert. Dabei gibt es auch Förderprojektmittel, die die EU für Umwelt- und Naturschutz, für die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen zur Verfügung stellt. Doch ist der Durchblick bei Fonds und Förderprogrammen nicht immer einfach. Um den Umwelt- und Naturschutzverbänden die Möglichkeit zu geben, sich einen Überblick zu schaffen, hat die EU-Koordination des Deutschen Naturschutzrings am 21. Oktober einen eintägigen Workshop zum Thema "EU-Fonds für die Umwelt" angeboten.
Für die inhaltliche Gestaltung konnten wir zwei Referenten von der Firma "emcra" gewinnen, die im vollbesetzten Konferenzraum der Marienstraße über Strukturfonds, Gelder der ländlichen Entwicklung (ELER), das Erwachsenenbildungsprogramm LEONARDO und andere Möglichkeiten für NGOs, an Gelder zu kommen, berichteten. Anhand von umfangreichen Unterlagen und mit Hilfe der Technik leiteten Michael Kraack und Renata Kavelj die ZuhörerInnen durch den EU-Förderdschungel. Emcra kennt beide Seiten: teilweise sind sie für die Bewertung von EU-Förderanträgen bei der EU-Kommission tätig und kennen somit die Ausschlusskriterien, teils schreiben und beraten sie bei der Antragstellung selbst. Mit vielen Tricks und Kniffen aus der Praxis konnten die TeilnehmerInnen einen großen Input an Informationen mit in ihre Verbände nehmen.
Viel Platz gab es auch für Zwischenfragen und Beispiele aus eigener Erfahrung. Die heterogen zusammengesetzte Gruppe aus insgesamt 18 Verbänden bzw. deren Untergruppierungen hatte etwa zur Hälfte schon eigene Versuche gestartet, an Fördermittel zu gelangen, den anderen war die Thematik gänzlich neu.
Die Evaluation ergab ein überwiegend positives Feedback. Von 21 TeilnehmerInnen (TN) gaben 17 den zuvor ausgeteilten Evaluationsbogen ab, was einer Rücklaufquote von 81 Prozent entspricht.
Auf die Frage "Wie hoch schätzen Sie den praktischen Nutzen des Seminars für Ihre Arbeit ein?" ergab sich ein gemischtes Bild: 10 TN antworteten mit "hoch", 6 mit "mittelmäßig" und 2 mit "gering". Dies lag vielfach daran, dass kleinere Verbände kaum personelle und finanzielle Kapazitäten für den doch recht großen Aufwand für die Stellung eines EU-Antrags haben.
Alle 17 TN, die geantwortet haben, waren "sehr zufrieden" mit der Organisation des Seminars (Frage 2). Der großen Mehrheit sagte das Seminarmaterial "sehr" zu (Frage 3), 1 Person mittelmäßg, einer Person "mittelmäßig bis gar nicht". Vielfach wurde geäußert, dass eine bessere Numerierung der Seiten hilfreich wäre.
Auf die Frage nach dem Veranstaltungsort (4) waren 8 TN der Meinung, dass dieser "sehr gut" sei, 9 fanden ihn "mittelmäßig" (Begründungen: langer und etwas zu enger Raum, kein kostenloser Parkraum).
Mit der Atmosphäre waren alle zufrieden, die Bewertung schwankt zwischen "angenehm" (9 TN) und "angemessen" (7). Ein TN befand alle drei Antworten für richtig (angenehm, angemessen und anstrengend (Frage 5).
Auch die offenen Kommentare waren überwiegend positiv und es gab nur drei offene Fragen. Als Verbesserungswunsch wurde von einem TN eine weniger frontale Seminarform und mehr praktische Übungen gewünscht, darüber hinaus eine Art Kriterienliste, wann welcher Fond für welche Situation nützlich ist.




